Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt „bundeswehrfrei“

8 Jun

Die nächste Schule in der Bundesrepublik ist bundeswehrfrei! Die Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt in Hessen hat sich Ende Mai offiziell zur „bundeswehrfreien Zone“ erklärt. Damit gehört sie jetzt dem illustren Kreis der Schulen an, die sich aus unterschiedlichen Gründen öffentlich dazu bekannt haben, nicht den Krieg von deutschem Boden, sondern den Frieden fördern zu wollen.  Zu ihnen zählen unter anderem das Robert-Blum-Gymnasium in Berlin, die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach, die Hulda-Pankok-Gesa mtschule in Düs­sel­dorf, die Martin-Buber-Schule in Hep­pen­heim und die August-Sander-Schule in Berlin. Insbesondere vor dem Hintergrund dass es auch in Hessen eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem hessischen Kultusministerium und der Bundeswehr gibt, wiegt die Entscheidung doppelt schwer. Sie konterkariert die Politik der Landesregierung vollständig.

Wir begrüßen ausdrücklich den mutigen Schritt der Eltern, Schüler- und LehrerInnen der Bertolt-Brecht-Schule. Angesichts der ökonomischen Situation vieler junger Menschen, Resultat der neoliberalen Kürzungs- und Sparpolitik, und des politischen Drucks in Kriegszeiten ist es keineswegs selbstverständlich, dass Schulgremien solche bemerkenswerten Entscheidungen treffen. Wir freuen uns darüber und hoffen, dass dieser Beschluss Aktiven an anderen Schulen im Bundesgebiet Rückenwind gibt, die Initiative zu ergreifen und es der Bertolt-Brecht-Schule gleich zu tun.

In diesem Sinne teilen wir die Auffassung der SchülerInnenvertretung der Bertolt-Brecht-Schule: „Wir wollen diese Leute nicht unter unserem Dach haben.“

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Post von der Bundeswehr

3 Jun

Vor einigen Tagen hat uns Luca ein selbstgemachtes Video geschickt, in dem er darlegt, wie die Briefe aussehen, die die Bundeswehr derzeit an zahlreiche Jugendliche im gesamten Bundesgebiet verschickt. Ziel dieser Briefe ist es, junge Leute davon zu überzeugen zur Bundeswehr zu gehen und mit ihr in den Krieg zu ziehen. Warum das Quatsch ist, könnt ihr hier nachlesen. Ihr könnt es euch aber auch kurz und knapp von Luca selbst erklären lassen. Viel Spaß mit Luca:

Neues Material

12 Mai

In unserer Rubrik „Material – Vorlagen“ kann man sich ab sofort die Info-Zeitung der Linksjugend [’solid] zum Thema „Bundeswehr an Schulen“ sowie den Comic-Flyer ansehen und herunterladen. Beides könnt ihr auch bestellen. Außerdem findet man unter „Action – Termine“ jetzt nicht nur die jeweils aktuelle Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE, sondern auch eine interaktive Karte, in die wir die neuesten Termine nach und nach einstellen, damit jede und jeder auf einen Blick sieht, wo den Jugendoffizieren und WehrdienstberaterInnen Protest und Widerstand entgegengesetzt werden müssen.

Bundesweite Aktionswoche für Zivilklauseln, 1.-8. Mai 2012

28 Apr

Die Initiative „Hochschulen für den Frieden-ja zur Zivilklausel“ ruft Studierende, Lehrende, Hochschulmitarbeiter und gesellschaftliche Kräfte auf, sich für zivile Hochschulen als Ort für Studium, Lehre und Forschung einzusetzen. Zu diesem Zweck soll eine bundesweite Aktionswoche vom 1.-8. Mai 2012 stattfinden. Ein Aufruf zur Aktionswoche gibt es hier zum Download.

Aktionen gibt es bislang in folgenden Städten:
Frankfurt am Main

Mehrtägiger Infostand auf dem Campus Westend und Filmabend

Kassel

2. Mai, 10 Uhr Bibliotheksvorplatz: Aktion mit Plastikpanzern und Kunstblut

Göttingen

2. Mai, 18 Uhr, ZHG 103: Podiumsdiskussion zur Zivilklausel mit Diedrich Schulze, Peer Heinelt, Ulrike Beisiegel

7. Mai, 18 Uhr, ZHG 002: Vortrag mit anschließender Diskussion »Die Bundeswehr an Schulen und Hochschulen«

Rostock

1. Mai: Stand und Redebeitrag zum Thema »Bundeswehr raus aus Schulen und Hochschulen« im Rahmen der Aktivitäten des örtlichen Mai- und Krisenbündnisses

Köln

Ab 1. Mai wird an der Uni Köln die Ausstellung der Bundesfachschaftentagung Chemie zur Rolle des IG-Farben-Kartells im deutschen Faschismus gezeigt.

Bremen

3. Mai: Diskussionsveranstaltung »Zivilklausel an der Uni Bremen« mit Dietrich Schulze, Lena Graser und Eva Kowalzik, 18.30 Uhr Raum SI 364

8. Mai: Vortrag » Kontrolle von Zivilklauseln und Transparenz und Diskussionskultur an Hochschulen« mit Andreas Seifert, 18 Uhr SI 364

Gießen

7. Mai: Vortrag über die Zivilklausel im Cafe Amelie, 19 Uhr

Braunschweig

1. Mai: Infostand auf dem 1.-Mai-Fest im Bürgerpark

4. Mai: Vortrag zum Thema Zivilklausel, 15 Uhr (o.O.)

8. Mai: Filmvorführung, 20.30 Uhr im Grotrian

Spiegel: Jeder vierte Freiwillige springt ab

21 Dez

© Bundeswehr/BienertTrotz aller Vergünstigungen, Prämien, Werbung, Rekrutierung an Schulen usw.: die neuen RekrutInnen haben die Bundeswehr in ziemlich großer Zahl (ein Viertel) wieder verlassen. Thomas de Maizière will natürlich nicht wahrhaben, dass dies auch mit der Institution Bundeswehr zu tun haben könnte. Es ist aber ziemlich offensichtlich, dass die ökonomische Miesere junge Menschen zum Militär treibt. Die ökonomisch produzierte und politisch tolerierte und geförderte Arbeits- und Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher sind die Hauptursache für den Eintritt bei der Bundeswehr und müssen beseitigt werden. Die Bundeswehr nutzt also die soziale Lage, um Leute an die Front schicken zu können.

Zum Spiegel-Artikel

Schlüter rekrutiert Bundeswehr-Freiwillige – EXTRA 3

11 Dez

Dokumentiert: Bundeweiter Aktionstag

27 Nov

Am 10. November startete die Kampagne „Bundeswehr raus aus den Schulen!“ offiziell mit einem bundesweiten dezentralen Aktionstag, an dem sich zahlreiche Ortsgruppen beteiligten. Überall in der Republik fanden kreative Aktionen statt, wurde mit Schüler_innen diskutiert und Material verteilt.

Wir haben deutlich gezeigt, dass wir die Werbeoffensive der Bundesabwehr ablehnen, für die Rücknahme und das Verbot der Kooperationsvereinbarungen sind und in einer Welt ohne Krieg und Militär leben wollen. Stattdessen kämpfen wir für Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze.

Der Aktionstag war nur ein Auftakt. In den nächsten Monaten werden wir weiterhin auch da sein, wenn die Bundeswehr Ausbildungsmessen, Schulen und andere Orte besucht und für eine vermeintlich „sichere“ Karriere bei sich wirbt. Wir organisieren Protest, Aktionen und eine Infotour mit Vorträgen, mit denen wir über den Werbefeldzug der Bundeswehr informieren und mit Betroffenen ins Gespräch kommen wollen.

Berichte, Pressemitteilungen und Bilder findet ihr in unserer Rubrik Dokumentiert.