Action

What to do when the army comes

Wie finden wir raus, ob und wann die Bundeswehr zu uns kommt?
Rauszufinden, wann und wohin die Jugendoffiziere kommen werden, ist in jedem Bundesland unterschiedlich möglich. Die Kooperationsvereinbarung des jeweiligen Landes mit der Bundeswehr bestimmt die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit.
In den meisten Bundesländern hängen die Besuche von der Selbstständigkeit der Schulen ab, also die Lehrer_innen oder die Schulleitungen laden die Jugendoffiziere zu sich ein. In dem Falle lässt sich ein möglicher Besuch nur bei der Schule direkt rausfinden, ein freundlicher Anruf im Sekretariat bringt da meist Klärung. Wer es förmlicher haben will, schreibt E-Mail oder Brief.
In manchen Bundesländern fragt die Bundeswehr aber auch bei den Schulen an und vereinbart Termine, die dann meist durch eine kleine Anfrage im Landtag rauszufinden sind. Wendet euch also an die Linksfraktion in eurem Landtag (Anruf oder E-Mail) oder wendet euch direkt an die/den Abgeordnete_n eures Vertrauens.

Wie verhindern wir den Besuch?
Hier geht der Weg tatsächlich nur über den Kontakt mit der Schule. Ein Brief an die Schulleitung  mit der Bitte um Absage des Termins, ist der erste Schritt. Wenn diese nicht oder nicht eurem Anliegen entsprechend reagiert, kommen Schüler_innen –  und Elternvertretung auf den Plan. Wenn es ein Treffen gibt, von dem ihr wisst oder wenn ihr jemenschen dort kennt, ist es immer besser, das persönliche Gespräch zu suchen. Ansonsten ist hier ein ähnlicher Brief (Entwurf unten) angebracht. Am Wichtigsten ist immer erst mal die Information über den Besuch, oft wissen die Leute noch gar nichts davon. Vor allem bei der Elternvertretung kommt es oft gut an, wenn man um das Wohl ihrer Kinder besorgt ist.
Für solche Briefe und Anfragen ist es immer gut, wenn ihr euch Partner_innen sucht. Gewerkschaften (vor allem die GEW), Friedensgruppen, Parteien oder Bürger_inneninitiativen interessieren sich auch für solche Fragen, also sucht den Kontakt zu ihnen. Das Anliegen gewinnt mehr Gewicht, wenn viele Gruppen unter den Briefen stehen.
Auch kann die Aufmerksamkeit der örtlichen Presse erregt werden, wenn ihr Viele seid und die Schulleitung euer Anliegen trotzdem ignoriert oder den Besuch der Jugendoffiziere rechtfertigt. Wenn der Ruf der Schule in Gefahr ist, wachen sie meist auf.

Alles nicht geklappt – der Jugendoffizier kommt…
Dann gilt die Devise: stell‘ dir vor es ist Rekrutierung und Keine_r geht hin. Volljährige Schüler_innen können sich meist selbst entschuldigen. Eltern von Minderjährigen müssen meist von der Schule über den Besuch vorinformiert werden und hier gibt es die Möglichkeit, einen Entschuldigungsbrief einzureichen, dessen Anliegen meist akzeptiert wird/werden muss.
Sollte keine kritische Masse in der Klasse zusammenkommen, die sich entschuldigen lassen wollen, ist es gut, wenn ihr kritische Einzelpersonen in eurem Kreis habt, die die Diskussion mit dem Jugendoffizier aufnehmen können.
Noch besser ist, wenn ihr dazu noch die/den Lehrer_in oder die Schulleitung dazu bewegen könnt, gleichzeitig auch ein_e Vertreter_in der Friedensbewegung einzuladen, um eine Gegenposition dabei zu haben. Wichtig ist auch, dass ihr Material unter die Leute bringt, dass sie auch nach dem Besuch noch zum Nachdenken anregt und damit die Bundeswehr-Propaganda nicht das Einzige ist, das die Leute mit nach Hause nehmen. Verteilt es vor dem Schultor (da gibt’s keinen Stress), auf dem Schulhof/Flur oder im Klassenzimmer direkt. Cool ist natürlich, wenn die Schulleitung euch einen Infostand auf dem Schulhof zusagt, den ihr mit euren Bündnispartner_innen als Gegengewicht zum Jugendoffizier betreuen dürft.
Wenn ihr absolut nicht an die Schule rankommt und niemenschen da drin habt, sind kreative Störaktionen ein beliebtes Mitteln, auf das Anliegen aufmerksam zu machen.

Material, Infos und Unterstützung bekommt ihr von uns, schreibt einfach eine E-Mail an: info (at) linksjugend-solid.de
Wir haben auch diverse Ortsgruppen, vielleicht gibt es ja eine in deiner Nähe, wir freuen uns auf euch!

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